125 Jahre Christuskirche - Das Jubiläum

125 Jahre Christuskirche - Das Jubiläum

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125 Jahre Christuskirche - Das Jubiläum

Eineinviertel Jahrhunderte ist es her, dass „Bismarck in Westfalen“ eine prächtige neue evangelische Kirche bekam: Am Donnerstag, dem 31. Oktober 1901 wurde die Christuskirche durch den westfälischen General-superintendenten Gustav Nebe feierlich eingeweiht. Vorausgegangen war eine gut zweijährige Bauzeit und ein kleineres Gerangel um den Bauplatz. Nachdem der ursprünglich geplante Standort der Gemeinde vom Bergwerk Consolidation vor der Nase weggekauft worden war, stellte schließlich der Kirchmeister Wilhelm Klein-Albenhausen ein Grundstück zur Verfügung. Mit Hilfe vieler Spenden von Gemeindeangehörigen, ortsansässigen Bergwerken und einem Kirchbauverein wurde der neugotische Bau nach dem ersten Spatenstich 1899 und der Grundsteinlegung 1900 im Jahre 1901 vollendet und der Gemeinde übergeben. Der 125. Geburtstag muss natürlich gebührend gefeiert werden! Dies tun die Gemeinde und der Förderverein der Christuskirche, der immerhin auf sein 20-jähriges Bestehen zurückblickt und dieses Jahr also auch ein kleines Jubiläum feiert, mit verschiedenen Aktionen.

Die wechselvolle Geschichte, der der stolze Kirchbau ausgesetzt war, mit Enteignung und Neubeschaffung von Glocken infolge des Ersten Weltkriegs, einem den Innenraum bis heute prägenden Gefallenenehrenmal von 1924 und der starken Zerstörung im Zweiten Weltkrieg sowie dem Wiederaufbau bis 1950, wurde bereits in einer Festschrift der Gemeinde zum 100. Geburtstag 2001 und in drei Ausstellungen 2011 (zum 110. Geburtstag), 2020 (speziell zum Wiederaufbau) und 2021 (zum 120. Geburtstag) ausführlich dargestellt und gewürdigt.

Die Jubiläumsausstellung, die der Förderverein der Christuskirche in diesem Jubeljahr präsentieren wird, soll sich daher diesmal ganz auf die Zeit konzentrieren, in der die Christuskirche entstand, die „Belle Époque in Bismarck“. Der Begriff „Belle Époque“, französisch für „schöne Zeit“, bezeichnet die Zeit zwischen ca. 1870 und 1914 in Mitteleuropa, die nach dem Ersten Weltkrieg als eine Zeit des Friedens, Aufschwungs und Wohlstands verklärt wurde.

Auch für das Dorf Braubauerschaft in Westfalen, das 1900 in Bismarck umbenannt und 1903 nach Gelsenkirchen eingemeindet wurde, und für die erst 1874 gegründete Ev. Kirchengemeinde Braubauerschaft (1902 ebenfalls in Bismarck umbenannt) waren diese Jahrzehnte von Erfolgen geprägt: Industrieller Aufschwung durch Kohleförderung und Industrie, Bevölkerungswachstum und eine stetige Zunahme der Gemeindegliederzahlen, die kurz vor 1900 die Errichtung einer zweiten Pfarrstelle (1906 gar einer dritten) erforderten und die erste Gemeindekirche am Bleck schnell zu klein werden ließen.

Dies führte dann zum Bau der ursprünglich mit 1000 Sitzplätzen ausgestatteten Christuskirche.

Die Ausstellung des Fördervereins wird die Entwicklungen dieser Zeit in Bismarck nachzeichnen, dabei jedoch auch die Schattenseiten der vermeintlich „guten alten Zeit“ nicht ausblenden.

Eröffnet wird die Ausstellung im Rahmen einer Jubiläumsfeier am Samstag, 5. September 2026. Eingeleitet durch eine Spielszene, die die Schlüsselübergabe und den feierlichen Einzug von Pfarrerschaft, Presbyterium und Gemeinde in die Christuskirche vor dem Einweihungsgottesdienst 1901 nachempfindet, wird ein „historistisch“ gestaltetes Kirchcafé und ein kleiner historischer Jahrmarkt das rechte „Belle-Époque-Feeling“ aufkommen lassen. Kinder können bei einer kleinen Rallye auf der Spur der Kirchenmaus Karlchen die Christuskirche vom Altar bis zum Turm erkunden. (Weitere Programmpunkte und genaue Uhrzeiten standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest).

Am eigentlichen Geburtstag der Christuskirche, Samstag, dem 31. Oktober, widmet die Gemeinde diesem Ereignis außerdem einen Festgottesdienst.

Benjamin Bork

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